Böhmerwald - Naturprodukte



Pellets als Einstreu für Pferdeställe

Mit der Verwendung von Pellets sparen Sie Arbeit und Kosten gegenüber der Einstreuung mit Stroh oder Spanprodukten.

Stroh oder Spanprodukte haben aufgrund ihrer Konsistenz nicht die Möglichkeit viel Flüssigkeit in sich aufzunehmen. Miscanthus-Pellets können bis zum 4-fachen der eigenen Masse an Urin aufnehmen, weil die Bestandteile der Pellets kleingehäckseltes Material der Biomasse sind. Sie sind daher bis zu 12mal ergiebiger als Langstroh und bis zu 4mal ergiebiger als Späne. Durch die erhöhte Aufnahme von Urin wird der Ammoniakgeruch im Stall reduziert und somit die Atemwege von Mensch und Tier geschont.

Anwendung

  1. Grundeinstreu

Mit dem Einbringen der Pellets sollte eine gleichmäßige „Matratze“ als Untergrund entstehen. Dazu verwenden Sie als Grundeinstreu ca. 100 bis 150 kg pro Box. Ein geringfügiges Anfeuchten der Grundeinstreu kann vorgenommen werden, ist aber normalerweise nicht notwendig. Die Pferde zertreten die Pellets in relativ kurzer Zeit (2-3 Tage),  so dass sich hierdurch die Matte verfestigt.

Sollte Ihnen das zu lange dauern, weil die Pferde nicht oft in der Box sind, empfiehlt sich eine Befeuchtung der Grundeinstreu, weil die Pellets dann schneller zerfallen. Miscanthus-Pellets werden nicht gefressen!

  1. Boden nach 2 bis 3 Tagen

Nach 2 bis 3 Tagen sind die Pellets in der Regel vom Pferd zertreten. Das Zertreten der Pellets empfinden die Pferde als sehr angenehm. Die Hufsohlen werden massiert und die Durchblutung gefördert. Die Gesundheit der Hufe wird durch die Einstreu somit nachhaltig verbessert. Die entstandene Matte dient zugleich als Wärmeisolierung.

Beim Ausmisten kann der angefallene Mist gezielt entnommen werden. Bei den durch Urin stark angefeuchteten Stellen sollten nur etwas der sehr feuchten Materialien entnommen und der Rest mit trockenem Material abgedeckt werden. Im Normalfall, bei nicht zu starker Feuchtigkeit, genügt es das Material aufzulockern und mit dem umliegenden trockenen Material zu vermischen. Alles trocknet dann wieder ab. Gemäß der Entnahme von verschmutztem Material müssen dann in der Regel 15 bis 20 kg Pellets pro Woche nachgestreut werden.

  1. Box nach 2 bis 3 Wochen

 Die Matte wird dunkler, da die Feuchtigkeit in der Box immer mehr aufgenommen wird. Dies ist ein gutes Zeichen dafür, dass die Pellets hervorragend funktionieren.

  1. Austausch der Grundeinstreu/Matte

Die Matte sollte 2mal im Jahr (alle 6 Monate) komplett entnommen, die Box gereinigt und wieder neu eingestreut werden. Damit ist der optimale Zustand für die Gesundheit der Tiere wieder hergestellt.

  1. Aufwandsmengen

Nach unseren Erfahrungswerten ergeben sich folgenden Aufwandsmengen für eine Pferdebox mit ca. 12 bis 13 qm Grundfläche:

  1. Grundeinstreu (Box ca. 12qm)                     ca.   150 kg
  2. Grundeinstreu nach 6 Monaten                    ca.   150 kg

            wöchentliches Nachstreuen 52x15-20kg      ca. 1.000 kg

jährlicher Gesamtbedarf                                           ca. 1.300 kg

Platzbedarf für die Lagerung eines Jahresbedarfs ca. 2 qm.

Je nach Anzahl der Boxen kann der Bedarf hochgerechnet werden. Die Kalkulation beruht auf Erfahrungswerten, die sich bei optimaler Boxenpflege ergeben. Hierzu beraten wir Sie gerne.

Je nach Art der Stallpflege, Beschaffenheit der Boxen und individuelle Gewohnheiten der Tiere kann es zu Abweichungen des Pelletbedarfs kommen. Pellets sind Naturprodukte und können auch gewissen Schwankungen in Bezug auf Saugkraft und Verbrauch unterliegen. Diese ganzen Einflüsse können mehr oder auch weniger Verbrauch bedeuten.

  1. Allgemeiner Hinweis

Unsere Einstreuprodukte werden ständig optimiert und unterliegen laufenden Qualitätskontrollen. Damit erreichen wir größtmögliche Qualität. Wir weisen Sie ausdrücklich darauf hin, dass unsere Einstreuprodukte nur zur Nutzung als Einstreu konzipiert sind. Sie sind nicht als Futter geeignet und werden von den Tieren auch nicht gefressen. Trotzdem ist es in der Verantwortlichkeit des Nutzers dafür zu sorgen, dass die Tiere die Einstreupellets nicht aufnehmen, oder gar in größeren Mengen fressen. Gesundheitliche Folgen der Tiere liegen nicht in unserem Verantwortungsbereich. 

Sollten Tiere aus Neugierde beginnen Einstreupellets aufzunehmen, so ist dies sofort zu unterbinden. Gesundheitliche Auswirkungen sind dennoch nicht bekannt.